von Thomas Rünker

Fröhliche Grundsteinlegung für Gladbecker Schulschwimmbad

In einem Jahr können die rund 150 Schülerinnen und Schüler der Jordan-Mai-Schule ihr neues Bewegungsbad benutzen. Dann findet das bewegungstherapeutische Schwimmen für die Schüler der bischöflichen Förderschüler vor Ort auf dem Schulgelände statt.

Mit einem fröhlichen Gottesdienst auf dem Schulhof der Jordan-Mai-Schule in Gladbeck-Zweckel haben Schüler, Lehrer, Eltern und viele Gäste am Mittwoch die Grundsteinlegung für das neue Bewegungsbad der Schule gefeiert. Das Ruhrbistum betreibt die überregional anerkannte Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Bis Sommer kommenden Jahres baut das Bistum auf dem Schulhof eine spezielle Schwimmhalle für das bewegungstherapeutische Schwimmen der derzeit rund 150 Schülerinnen und Schüler. Wie sehr diese sich schon jetzt auf das neue Schwimmbad freuen, machten sie im Gottesdienst mit verschiedenen Spielszenen deutlich. Die Kinder und Jugendlichen zeigten, dass gerade die vielen Rollstuhlfahrer in der Schülerschaft bislang oft das Nachsehen haben, wenn die Klassen mit dem Bus zu anderen Schwimmbädern in Gladbeck gefahren werden. Auch hier soll das neue Bad künftig Abhilfe schaffen.

Generalvikar Klaus Pfeffer bekräftigte, dass das Bistum Essen trotz angespannter finanzieller Situation gerne und bewusst in das Schul-Schwimmbad investiert: „Wir wissen aus dem Geist Jesu heraus, dass uns bestimmte Menschen besonders wichtig sind, dass ihr uns besonders wichtig seid“, rief er den Schülerinnen und Schülern zu. Ähnlich drückt es die Urkunde für den Grundstein aus: „Für das Ruhrbistum ist es auch in Zeiten größter Herausforderungen selbstverständlich, sich für Kinder mit Behinderungen zu engagieren.“ Für das gesamte Projekt rechnet das Bistum mit Kosten in Höhe von vier Millionen Euro. Vor allem der Stadt Gladbeck als Eigentümerin des Schulgebäudes dankte Pfeffer für die engagierte Zusammenarbeit – und der Schulgemeinschaft für ihre Geduld im insgesamt acht Jahre dauernden Beantragungs- und Planungsverfahren.

Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) dankte dem Bistum Essen und betonte, dass der Weltkindertag am Mittwoch ein ausgesprochen passender Termin für die Grundsteinlegung des Schulschwimmbads sei. Schließlich gehe es an diesem Tag auch um Kinderrechte, „und beim Recht auf Bildung gehören Sport und Schwimmen auf jeden Fall dazu“, so Roland. Durch das „außergewöhnliches Engagement“ der Kirche habe sich die Jordan-Mai-Schule „zu einer herausragenden Einrichtung entwickelt“. Zudem habe er in den vergangenen Jahren immer wieder erleben dürfen, „wie engagiert hier pädagogisch gearbeitet wird“, lobte er die Lehrerinnen und Lehrer der Förderschule.

Bevor Schulsprecher Philipp zusammen mit Pfeffer, Roland und Schulleiter Michael Brieler den Grundstein zumauerte, füllte Brieler die kupferne Zeitkapsel für den Grundstein. Neben der Urkunde gab er eine Tageszeitung, Wünsche der Schüler für ihr neues Schwimmbad, eine Schulbroschüre, einige Münzen, eine aktuelle Ausgabe des Bistums-Magazins BENE und eine gelbe Badeente in die Röhre. „Die Ente habe ich geschenkt bekommen, als wir vor acht Jahren mit den ersten Überlegungen für das Schwimmbad begonnen haben“, berichtete Brieler.

Bislang ist neben der Schule erst eine große Baugrube zu sehen. Bis zum Beginn des nächsten Schuljahres soll es dort eine Schwimmhalle mit einem 8 mal 12,5 Meter großen Becken geben, dessen Tiefe sich durch einen Hubboden individuell verstellen lässt. Zudem plant das Bistum mit dem Gelsenkirchener Architekturbüro Planteam Ruhr zwei Sammelumkleiden mit angeschlossenen Sanitärbereichen und Pflegeräumen. Das gesamte Bad wird barrierefrei zugänglich sein. Für eine umweltfreundliche und kostengünstige Warmwasserversorgung werden auf dem Flachdach Sonnenkollektoren installiert.

„Ich freue mich, dass nach einem langen Entscheidungs- und Planungsprozess jetzt erste Arbeiten vor Ort unser Projekt sichtbar machen“, sagt die Projektleiterin in der Bau- und Immobilienabteilung des Bistums, Bauingenieurin Claudia Bürgener. „Wir sind zuversichtlich, dass wir das Schwimmbad im Spätsommer 2018 eröffnen können.“

Das Schwimmbad wird der Schlusspunkt eines bereits angelaufenen Umbaus der Jordan-Mai-Schule sein, den das Bistum als Schulträger gemeinsam mit der Stadt Gladbeck als Eigentümerin des Schulgebäudes in die Wege geleitet hat. Dazu gehören neue Räumlichkeiten im Dachgeschoss und ein zweiter Aufzug – beides wurde bereits in Betrieb genommen – sowie eine eigene Mensa, die derzeit noch gebaut wird. Diese Projekte finanziert die Stadt Gladbeck mit rund 2,6 Millionen Euro.

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