von Ramona Stier

„Wofür mein Herz schlägt“ – Von Katecheten und Herzspezialisten

Was haben Herzspezialisten und Katecheten gemeinsam? „Tag der Katechese“ setzt neue Impulse für die Vorbereitung von Kindern und Jugendlichen auf Erstkommunion und Firmung

Sie sind unentbehrlich für die Kirche: Die ehrenamtlichen und hauptberuflichen Katechetinnen und Katecheten, die jedes Jahr mit Herzblut Kinder und Jugendliche auf Erstkommunion und Firmung vorbereiten. Für sie bietet das Bistum Essen einmal im Jahr den „Tag der Katechese“ an, zu dem sich am Samstag, 7. Oktober, rund 60 Katecheten aus dem ganzen Bistum in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim trafen. Unter dem Titel „Wofür mein Herz schlägt. Katechese mit Leidenschaft und Überzeugung“ überlegten sie gemeinsam mit dem Herzspezialisten Dr. Alfried Germing, Kardiologe aus Bochum, und dem Kulturkünstler Norbert Lepping, Referent für Missionarische Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat, wie die Herzrhythmusstörung der Kirche behoben werden kann.

Die Vorbereitung auf den Empfang der Sakramente ist ein anspruchsvolles Ehrenamt. Denn die Katecheten müssen sich zunächst selbst intensiv damit auseinandersetzen, wofür ihr Herz schlägt, wenn nicht sogar brennt. In den Vorbereitungsgruppen haben sie es in der Regel mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die bislang wenig Kontakt zur Kirche hatten, und denen sie in kürzester Zeit ihre Herzensangelegenheit, den Glauben, vermitteln sollen. Wie soll das jedoch funktionieren, wenn die Kirche selbst Herzrhythmusstörungen hat?

„Mit einem Herzschrittmacher ist es jedenfalls nicht getan“, antwortet Dr. Nicolaus Klimek, Referent für Sakramente und Katechese im Bistum Essen. Ihm und seinem Team, die den „Tag der Katechese“ jährlich veranstalten, ist es vor allem wichtig, einen Impuls für einen „neuen Rhythmus“ zu schaffen, der „durchaus mit Veränderungen einhergeht, und der den Lebensrhythmus der Kirche umstellt“. In fünf Workshops stand das Herz im Fokus: Einige Teilhemer machten sich Gedanken zu Veränderungen, indem man „Vielfalt wahrnimmt, berührt wird und wirksam wird“, wie es auch das Zukunftsbild des Bistums Essen formuliert. Andere Teilnehmer übernahmen das kontextuelle Denken, denn der Katechet ist der Spiegel für den Inhalt der Botschaft. Wieder andere beschäftigten sich mit der „einfachen Sprache“, die das Herz öffnet, weil sie jeder versteht. Man konnte sich aber auch mit Musik in ihren verschiedenen Formen auseinandersetzen, denn schließlich transportiert sie Emotionalität. Ein weiterer Workshop stellte ein Konzept aus Halver vor, in dem die Erstkommunionvorbereitung ohne Katecheten stattfindet, sondern die Eltern eingebunden werden, um in den Glaubensdialog zu treten: Kommunikation, ein Mittel, das dabei helfen soll, die Herzrhythmusstörung der Kirche gemeinsam mit den Katecheten zu heilen.

Referent für Sakramente und Katechese

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